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"Aktion Rückenwind" in der Lungenklinik Hemer

Die Diagnose Lungenkrebs wirft viele Fragen auf: Warum ich? Wie geht es weiter? Die „Aktion Rückenwind“ möchte Betroffenen und Angehörigen als Mit-Betroffene Antworten und Unterstützung in dieser schwierigen Situation geben. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 7. Oktober 2011 in der Lungenklinik Hemer als zertifiziertes Lungenkrebszentrum stand daher neben aktuellen Informationen zum Thema Lungenkrebs der Dialog im Mittelpunkt. In separaten „Gesprächsinseln“ beantworteten Experten sowie unter anderem Moritz Krebs, Sohn des an Lungenkrebs verstorbenen Schauspielers Diether Krebs, Fragen und gaben hilfreiche Tipps im Umgang mit der Erkrankung. Etwa 70 Betroffene hatten den Weg in die Lungenklinik gefunden.

Beinahe 50.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Lungenkrebs. Oft bestimmen Angst, Ratlosigkeit und Hoffnungslosigkeit die Gefühlswelt der Betroffenen. Die Herausforderung besteht darin, sich der Erkrankung zu stellen. Ein regelmäßiger Austausch zwischen Betroffenen und Ärzten ist ein wichtiger Bestandteil in der Lungenkrebstherapie. „Die Betroffenen sollten über jeden einzelnen Behandlungsschritt gut aufgeklärt werden und vor allem in die Therapieentscheidung mit eingebunden werden“, erklärte Dr. Monika Serke, Chefärztin der Pneumologie mit Schwerpunkt Onkologie. Damit fällt auch der Umgang mit den Begleiterscheinungen bzw. Nebenwirkungen, die während der Therapie auftreten können, leichter. „Es ist außerdem wichtig, dass die Patienten sich gut aufgehoben fühlen und darauf vertrauen können, dass sie gut betreut werden“, betonte Dr. Marcus Albert, Chefarzt der Thoraxchirurgie.

Die Seele leidet mit

Neben medizinischen Aspekten wurden auch psychologische Fragestellungen in der Krebsbehandlung thematisiert. So können Gespräche mit speziell dafür ausgebildeten Psycho-Onkologen bei der Bewältigung des Alltags helfen. Den Betroffenen wird das Gefühl genommen, der Erkrankung allein ausgeliefert zu sein. Auch Angehörige und Freunde leiden häufig unter der neuen Situation. Wie sehr die Diagnose den Familienalltag schlagartig verändern kann, konnte Moritz Krebs eindrücklich erzählen, dessen Vater (Schauspieler Diether Krebs) vor knapp elf Jahren an Lungenkrebs verstorben ist: „Mir hat es damals sehr geholfen, dass wir offen über die Erkrankung geredet haben, wie wir die Erkrankung erleben, was wir denken und fühlen – das hat uns noch enger zusammen gebracht.“ Gemeinsam mit Barbara Baysal, die selbst an Lungenkrebs erkrankt ist und sich heute für die Gründung von Selbsthilfegruppen engagiert, möchte Moritz Krebs Betroffenen und besonders auch Angehörigen Mut machen, über die Erkrankung zu sprechen und sich damit gegenseitig zu unterstützen.

Fotoimpressionen

 

Seit kurzem etabliert sich eine "Selbsthilfegruppe Lungenkrebs" in der Lungenklink Hemer - lesen Sie hier mehr.

Letzte Änderung: 07.05.2012

Fortbildungen für Pflegepersonal - Programm 2012

LKH_FortbildungPflege_2012.pdf

In der Lungenklinik Hemer

9. Mai 2012 - Symposium - ELVR Endoskopische Lungenvolumenreduktion

ELVR_Symposium_2012-05-09.pdf

09.05. in Iserlohn

11. Mai 2012 - ICH-GCP-Refresher

GCP_2012II.pdf

11.05. in Iserlohn

13. Juni 2012 - Lungenfunktionskurs für Ärzte und Assistenzpersonal

Flyer_LuFu-Kurs_2012-06-13_V03.pdf

13.06. in Hemer

27. Juni 2012 - Highlights vom Amerikanischen Onkologen-Kongress 2012

28. September 2012 - EBUS-TBNA-Kurs

EBUS-TBNA_Kurse_2012.pdf

28.09. in Hemer